ADFC Rodgau Pressemitteilung vom 06. März 2004
Informationsveranstaltung zum Fahrradkauf des ADFC Rodgau erfolgreich
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Worauf man beim Kauf eines Fahrrades achten sollte, welcher Fahrradtyp zu welchem Zweck passt, was für verschiedene Bremssysteme, Lenkerformen, Sättel, Beleuchtungsarten, Schaltungsarten, Rahmenformen und -typen existieren, war Inhalt einer Informationsveranstaltung der Ortsgruppe Rodgau des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) am Samstag, den 6. März um 16 Uhr im Sozialzentrum in Nieder-Roden. Vor zahlreichen Anwesenden wurden die allgemeinen Grundlagen erläutert, die man wissen muss, will man ein passendes Fahrrad zu kaufen. Anhand von ausgestellten Fahrrädern konnte dies noch bei Nachfragen vertieft werden. Nach einer einführenden allgemeinen Präsentation folgte die Einteilung in 2 Gruppen: City-/Trekkingrad mit Nabenschaltung und Trekkingrad mit Kettenschaltung.
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Fahrradkauf
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So sollte man sein Rad nur im Fachhandel erwerben. Der Verband der Fahrrad- und Motorradindustrie bezeichnete die Fahrräder, die für 100 bis 200 Euro von Supermärkten oder Versandhäusern angeboten werden, als "gerade noch blickfest". Der ADFC Rodgau warnt eindringlich vor dem Kauf dieses "fabrikneuen Sperrmülls" Erst ab 600 bis 800 Euro bekomme man etwas, was den Namen Fahrrad verdiene, ab 1.000 Euro mache das Rad fahren dann richtig spaß. Zudem könne nur ein Fachhändler den Service bieten, kompetent zu beraten, das Fahrrad nach Kundenwünschen abzuändern, Reparaturen und Inspektionen durchzuführen.
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Fahrradtypen
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Da es für unterschiedliche Einsatzzwecke auch unterschiedliche Fahrradtypen gibt, müsse man sich sicher sein, wofür man das Rad hauptsächlich nutzen will und was es dafür können muss. Braucht man es nur für kurze Wege in der Stadt oder will man damit auch größere Radtouren unternehmen? Möchte man damit etwas transportieren (z.B. Kinder, schwere Packtaschen, Anhänger) oder soll es ein reines Spaßrad sein?
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Fahrradgrösse
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Nicht minder wichtig ist es, dass das Fahrrad auch richtig passt. Dafür misst man seine Innenbeinlänge (ohne Schuhe, von der Ferse bis zum Schritt) und zieht davon ca. 25 cm ab (bei MTB-Rahmen ca. 30 cm wegen der anderen Rahmengeometrie). Dies ist nun die Rahmenhöhe, nach der man sich richten sollte. Das hat mit der Größe der Laufräder (28-Zoll/26-Zoll) nichts zu tun. Nur in Supermärkten sind die Rahmen mit 26-Zoll-Rädern kleiner als die mit 28-Zoll-Rädern. Dafür gibt es dort auch nur 2 Rahmenhöhen. Am Fahrrad erkennt man die Rahmenhöhe, indem man die Entfernung von der Mitte des Tretlagers bis zum Ende des Sattelrohres misst.
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Sattelhöhe
Lenkerbreite
Gepäckträger
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Den Sattel sollte man so einstellen, dass man auf ihm sitzend mit der Ferse des durchgestreckten Beines das Pedal in der tiefsten Position erreicht. Der Lenker sollte so breit sein wie die Schultern und der Gepäckträger mindestens 2, besser 3 Streben haben.
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Gangschaltung
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Nicht jeder braucht eine 21-, 24- oder 27-Gang Kettenschaltung. Um auf längeren Touren mithalten zu können, kann man sich aber schon eine 7-Gang-Nabenschaltung gönnen. Von den 27 Gängen sind ohnehin nur 14 nutzbar, da viele Kombinationen gleich sind und andere Kombinationen für die Kette sehr ungünstig. So sollte man mit dem kleinsten Kettenblatt nur die größten Ritzel benutzen, mit dem größten Kettenblatt nur die kleinsten Ritzel. Das mittlere Kettenblatt kann für alle Ritzel genutzt werden, wobei es für die Kette besser wäre, wenn nicht die äußersten Ritzel genutzt würden.
Schon seit ein paar Jahren gibt es auch eine 14-Gang-Nabenschaltung eines kleinen deutschen Herstellers, die die Vorzüge der Kettenschaltung bei weniger Pflegeaufwand bietet. Allerdings hat dies seinen Preis: pro Gang 50 Euro. Dafür gibt es nur einen Schaltgriff und alle Gänge sind gleichmäßig sanft abgestuft.
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Ausstattung
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Das teuerste am Fahrrad ist mittlerweile die Ausstattung. Schaltung, Steuersatz, Kurbelgarnituren, Naben, Ritzelpakete, Bremsen, etc. werden zunehmend in einem Pack geliefert. Während es ca. 100 Fahrradhersteller gibt, ist die Zahl der Komponentenhersteller überschaubar. Folglich ist nicht so sehr die Marke des Herstellers entscheidend, sondern die Qualitätsstufe der am Fahrrad montierten Komponenten und die Qualität des Rahmens inkl. Der Lackierung. Die Aussage "Schaltung von Shimano" allein sagt z.B. gar nichts aus, da es von Shimano eine breite Produktpalette gibt, angefangen vom minderwertigen Schrott bis zu der sündhaft teueren High-End-Ausstattung.
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Lichtanlage
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Darauf sollt geachtet werden: Halogenscheinwerfer, Rücklicht mit Standlichtfunktion, gute Bremsanlage, Alu-Felgen bei Felgenbremsen.
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Fahrradschloss
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Mit dem Kauf des Fahrrades sollte auch gleich ein Schloss gekauft werden. Hier gilt die Faustregel: 10 % des Kaufpreises des Fahrrades sollten in den Diebstahlschutz investiert werden.
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Für Rückfragen: ADFC Rodgau e.V., c/o Stefan Janke, Nieuwpoorter Str. 15, 63110 Rodgau,
Tel./Fax 0 61 06 / 82 64 08, e-mail: stefan.janke@adfc-rodgau.de
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