ADFC Rodgau Pressemitteilung vom 17. März 2004
Ergebnisse des Fahrradklimatestes 2003 für Rodgau
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ADFC Rodgau präsentiert die Ergebnisse des Fahrradklimatestes 2003 für Rodgau - Verglichen mit den Ergebnissen von 1991 eine leicht positive Tendenz (von Schulnote 4,92 auf 4,40 verbessert) aber eben noch nicht befriedigend.
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12 Jahre war es her, seit 1991 die 21 Fragen zum Fahrradklima das letzte Mal vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) gestellt wurden. Mit dem Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) war 2003 ein weiterer Verband an der Aktion beteiligt. Die Umfrage ist ein Teil des Projektes "Umweltentlastung durch mehr Radverkehr", das den "Nationalen Radverkehrsplan" (NRVP) begleitet.
Die Fragen gliederten sich in die 3 Kategorien "Fahrradklima allgemein", "Sicherheit beim Radfahren" und "Komfort des Radfahrens". Auf einer Skala von 1 bis 6 durfte man bewerten, welche Aussage am ehesten zutrifft. Ob Radfahren eher Spaß macht oder Stress ist, ob die Konflikte zwischen Fußgängern und Radfahrern selten oder häufig sind, ob Radfahrer an Baustellen bequem und sicher vorbei geführt werden oder zum Absteigen und Schieben gezwungen werden, ob eine Wegweisung für Radfahrer existiert, ob geeignete Abstellanlagen existieren, ob Einbahnstraßen geöffnet sind, etc. wurde in der Umfrage erfragt.
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Das Fahrradklima in Rodgau hat sich leicht verbessert.
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Dieses Fazit, verbunden mit dem verbessertem Wert, dass Rad fahren in Rodgau eher Spaß denn Stress ist, lassen die Leute vom ADFC in Rodgau auf eine fahrradfreundliche Stadtverwaltung hoffen, damit der Wert, der von 5,0 auf 4,73 nur leicht verbessert werden konnte, vielleicht beim nächsten Test auf 3 oder sogar 2 stünde. "Man sieht, dass sich in den 12 Jahren etwas getan hat", so der Vorsitzende des ADFC Rodgau, Stefan Janke. "Die Öffnung einiger Einbahnstraßen für den Radverkehr in Gegenrichtung hat denn auch die größte Steigerung zum Guten gebracht". Weiter wurde im Test positiv gewertet, dass sich die Möglichkeiten der Fahrradmitnahme mit der S-Bahn stark verbessert haben, die aufgestellten Bügelparker und die geplante Wegweisung für den Radverkehr begründen nach Ansicht des ADFC Rodgau die Verbesserung der jeweiligen Werte von einer "6" auf eine "4".
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Verschlechtert bzw. kaum verbessert hat sich dagegen das Klima bei Breite und Komfort der Radverkehrsanlagen.
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Seit 1998 viele Radverkehrsanlagen in Rodgau nicht mehr den gesetzlichen Vorgaben entsprachen, wurde hier kaum etwas getan, so die Fahrradexperten. Die Schilder wurden abgehängt und kaum ein Weg an diese Qualitätskriterien angepasst. Zudem komme noch der Leidensdruck durch den S-Bahn-Bau hinzu, der das Bahnpfädchen über weite Strecken bis heute unbenutzbar macht. Auch bei der Reinigung der Radverkehrsanlagen konnte eine Verschlechterung gemeldet werden: zwar werden die Wege vom Winterdienst vorbildlich gestreut und geräumt. Der gestreute Splitt bleibe aber oft bis zum nächsten Winter liegen. Zu schnell fahrende Autos beim Überholen der Radfahrer, von der Stadt geduldete Falschparker auf Radverkehrsanlagen, keine bequemes Herumführen an Baustellen für den Radverkehr (Radfahrer werden oft zum Absteigen genötigt) sind Mängel, die zum Leidwesen des ADFC Rodgau weiter Bestand haben. Dies zeige sich auch darin, dass sich nicht wenige Menschen sich auf dem Fahrrad im Stadtgebiet unsicher fühlen.
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Weiter sind auch die Konflikte mit den Fußgängern gestiegen,
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was eine Folge der Zusammenlegung von Fuß- und Radwegen ist, obwohl beide Verkehrsarten nicht zusammen passen. Die Verbesserung bei den Ampelschaltungen kommt - so die Vermutung des ADFC Rodgau - hauptsächlich durch die Optimierung der Ampelsteuerung und dem Umbau der Kreuzung zwischen Jügesheim und Dudenhofen, die früher für Radfahrer grausig war.
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Den besten Wert erzielte:
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das Fahrradklima in Rodgau für die Erreichbarkeit der Zentren Rodgaus mit dem Fahrrad
mit 2,73 (von 4,10). Auch dass man inzwischen zügig und ohne Umwege mit dem Fahrrad in Rodgau zum Ziel kommt, wurde von den Umfrageteilnehmern aus der Bevölkerung honoriert.
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Für Rückfragen:
ADFC Rodgau e.V., c/o Stefan Janke, Nieuwpoorter Str. 15, 63110 Rodgau, Tel./Fax 0 61 06 / 82 64 08, e-mail: stefan.janke@adfc-rodgau.de
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