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ADFC Rodgau Pressemitteilung vom 15.10.2005

Ergebnisse des Fahrradklimatestes 2005 für Rodgau

ADFC Rodgau präsentiert die Ergebnisse des Fahrradklimatestes 2005 für Rodgau - Verglichen mit den Ergebnissen von 2003 eine deutlich positive Tendenz (von Schulnote 4,40 auf 3,30 verbessert).

Nach 1991 und 2003 folgte im Frühjahr 2005 nun die 3. Auflage der größten deutschen Erhebung zur Radverkehrssituation in Städten über 200.000 Einwohner sowie in Städten mit Einwohnerzahlen zwischen 100.000 und 200.000 und Gemeinden mit weniger als 100.000 Einwohnern. Die Umfrage wurde vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) und dem Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND) im Rahmen des Nationalen Radverkehrsplanes (NRVP) durchgeführt. Bei der Umfrage durften sich alle Radfahrerinnen und Radfahrer beteiligen und davon machten deutschlandweit über 26.000 Leute Gebrauch. 142 Kommunen konnten so ausgewertet werden.

Das Fahrradklima in Rodgau hat sich diesmal nicht nur leicht, sondern gleich um eine ganze Note verbessert. Im Vergleich zu den anderen 3 Kreiskommunen, die in die Wertung kamen, belegt Rodgau (41. von allen auswertbaren Kommunen unter 100.000 Einwohnern) knapp hinter Mühlheim (40. Platz; Wert 3,29) den 2. Platz. Seligenstadt liegt auf Platz 57 mit einem Wert von 3,44 und Schlusslicht ist die Kreisstadt Dietzenbach auf Platz 73 mit dem Wert 3,72. Dieses Fazit, verbunden mit dem verbessertem Wert, dass Rad fahren in Rodgau eher Spaß denn Stress ist (2,10 statt 3,73), lassen den ADFC Rodgau auf eine weiter fahrradfreundliche Stadtverwaltung hoffen, denn der Wert hat sich stark von 4,73 auf 2,97 verbessert. "Man sieht, dass sich in den letzten Jahren etwas getan hat", so der Vorsitzende des ADFC Rodgau, Stefan Janke. Die Öffnung einiger Einbahnstraßen für den Radverkehr in Gegenrichtung wurde ebenso honoriert, wie die Fertigstellung des Bahnpfädchens und die schönen Bike&Ride-Anlagen. Die Signale aus dem Rathaus sind zudem pro Fahrrad: die Stadtverwaltung beteiligte sich im Juni bei der deutschlandweiten Aktion von ADFC und AOK "Mit dem Rad zur Arbeit" und der Bürgermeister rief die Unternehmen in Rodgau auf, auch teilzunehmen, der Rodgau-Rundweg wurde im April durch den Bürgermeister mit einer Radtour eröffnet und - zwar erst nach dem Test aber auch sehr positiv - der neue Stadtplan enthält einige Radwanderrouten durch Rodgau und Umgebung.

Schlechte Noten gab es weiter für die nicht konsequent genug geahndeten Falschparker auf Radverkehrsanlagen (4,65), schlechte Baustellenführung für Radfahrer (4,51), ein hohes Fahrrad-Diebstahlrisiko (4,36) und oftmals ungeeignete Abstellanlagen (4,18). Auch keine guten Noten gab es für nicht wahrgenommene Werbung für den Radverkehr (3,78), die unregelmäßige Reinigung der Wege (3,74), Hindernisse auf Radwegen wie z.B. Drängelgitter (3,59), die Empfindung als Radfahrer im Straßenverkehr gefährdet zu sein (3,48), Konflikte mit Kraftfahrzeugen (3,47) und die noch fehlende Wegweisung (3,45; wird kreisweit bis zum nächsten Frühjahr umgesetzt sein), wobei die Werte trotz allem besser sind als 2003.

Fazit: aufgrund der vielen Stadtteilzentren ist Rodgau die Stadt der kurzen Wege. Die Wege zwischen den Stadtteilen sind ebenfalls sehr gut für den Radverkehr geeignet, ebenso wie die vielen Radwanderrouten im Umkreis. Es macht Spaß, in Rodgau Rad zu fahren und der ADFC Rodgau wird die Stadt Rodgau darin unterstützen, dass es so bleibt und noch viel mehr Leute dies erkennen. Geeignete Fahrrad-Abstellanlagen sind leider an Bau- und Großmärkten, aber auch vielfach im Fachhandel sowie an Schulen nicht vorhanden und manche Autofahrer schneiden Radfahrer, überholen immer noch fast ohne Seitenabstand und stellen ihr Fahrzeug unbehelligt auf Wegen anderer Verkehrsteilnehmer ab. Aber - so die Hoffnung des ADFC - vielleicht hat sich bis zum nächsten geplanten Fahrradklimatest in 5 Jahren auch hier etwas getan.

ADFC Rodgau e.V., c/o Stefan Janke
www.adfc-rodgau.de
© ADFC Rodgau e.V.