Ortsbefahrungen 2019

ADFC Rodgau übergibt dokumentierte Ergebnisse der Ortsbefahrungen

Radfahren im Stadtgebiet muss attraktiver werden, damit die Stadt insgesamt
lebenswerter werden kann und die Rodgauer weiter mobil bleiben können

Qualitativ gutes und einheitliches, vor allem lückenlos und sicher befahrbares Netz für Radfahrende in allen Ortsteilen gefordert

Ortsbefahrung
Ortsbefahrung

Im Mai / Juni hatte der Allgemeine Deutsche Fahrrad Club (ADFC) Rodgau zu Ortsbefahrungen mit dem Fahrrad geladen, um allen Menschen Gelegenheit zu geben, für sie als gefährlich oder unangenehm empfundene Stellen anzufahren und nach Lösungen zu suchen. Nun wurde die umfangreiche Dokumentation durch zwei Mitglieder der AG Radverkehr des ADFC Rodgau, Stefan Janke und Brigitte Pflüger, an Bürgermeister Jürgen Hoffmann übergeben, damit Magistrat, Verwaltung und Stadtverordnetenversammlung daraus Maßnahmen entwickeln und beschließen können. Bürgermeister Hoffmann sagte zu, die wertvolle Arbeit bei der Erstellung des Mobilitätskonzeptes als Information gesehen, mitnutzen zu wollen und bedankte sich sehr für das gezeigte bürgerschaftliche Engagement: „Ich will im Straßenverkehr Gleichberechtigung für alle Verkehrsteilnehmer – darum müssen wir nun beginnen, verstärkt Fußverkehr und Radverkehr zu fördern und Anreize zum Umdenken auch für den Klimaschutz zu schaffen“.
„In Rodgau gibt es oft sehr gute Ansätze, aber leider auch viel Stückwerk“ – das Ziel muss ein einheitlich gestaltetes und durchgehend befahrbares Netz sein, auf dem man gerne und sicher unterwegs ist“, fordern die beiden Aktivisten des ADFC. Ein Indiz für gute Infrastruktur und ein gutes Verkehrsklima wäre, dass viele Frauen sich aufs Rad trauen – im fließenden Verkehr auf der Ortsdurchfahrt und auf den Radwegen. Die (ohnehin oft sehr schmalen) Gehwege würden dann nicht mehr (verbotener weise) als „Schutzzone“ benutzt, was wiederum gut für den Fußverkehr wäre. „Heute sieht es leider noch anders aus und die Leute nutzen eher „trotz allem“ das Fahrrad – und nicht, weil Stadtverwaltung und Politik dies über Jahre massiv gefördert hätten“. Die Quint-Essenz aus den Befahrungen lautet für den ADFC Rodgau: den Radverkehr zukünftig bei allen Straßenplanungen innerorts berücksichtigen, mitdenken und vor allem dabei immer die aktuell gültigen rechtlichen und technischen Regelungen anwenden; dabei auch mal neueren Entwicklungen folgen und auch ruhig mal etwas ausprobieren. Die Arbeitsgemeinschaft Nahmobilität Hessen (AGNH), bei der die Stadt Rodgau Mitglied ist, ist den Kommunen hierbei gerne behilflich und hat auch schon Musterlösungen und Empfehlungen erarbeitet (www.schneller-radfahren.de; www.nahmobil-hessen.de ).
„Die Förderung des Radverkehrs dient der Bewegungsqualität und auch der Aufenthaltsqualität in der Stadt. Wer den Radverkehr fördern will, muss zwangsläufig auch mit „Stadtraumgestaltung“ arbeiten. Das Ziel sind nicht die Radwege im Stadtgebiet, sondern eine lebenswerte Stadt, in der man sich als Fußgänger, Radfahrer, Mobilitätsbehinderter, etc. wohl fühlt und gerne „flaniert“ oder auch soziale Kontakte pflegen kann (z.B. Pläuschchen an der Ortsdurchfahrt) – und wo Kinder ungefährdet mobil sein können und auch spielen können.“, stellt der verkehrspolitische Sprecher des ADFC Rodgau, Stefan Janke, klar. “Dazu gehört natürlich auch eine mutige Kommunalpolitik, die die dies vorantreibt. Gerade in dieser Wachstumsregion wird Kfz-Verkehr wie heute zukünftig nur noch stattfinden können, wenn die vielen Wege unter 10 km statt mit dem Auto zu Fuß, mit dem Rad oder mit Bus und Bahn zurückgelegt werden. Nicht nur die Schlangen vor den Supermarktkassen dürften zukünftig in Rodgau länger werden.“ Ziel müsse sein, eine hohe Mobilität bei geringem Verkehr zu ermöglichen. Schlimmstenfalls könnte es viel Verkehr und kaum Mobilität geben – wenn nämlich alle nur noch im Stau stehen…
Und es gibt Geld wie nie für den Radverkehr: 900 Millionen Euro stehen kurzfristig bereit allein aus dem Klimaschutzpaket der Bundesregierung, denn die Zeit drängt.

Bild von der Übergabe: vlnr Stefan Janke, BM Jürgen Hoffmann, Brigitte Pflüger
„Bürgermeister Jürgen Hoffmann nimmt den gut gefüllten Ordner entgegen, passend zur Kampagne des ADFC #MEHRPLATZFÜRSRAD“ www.mehrplatzfürsrad.de
Für Rückfragen seitens der Redaktion:
ADFC Rodgau e.V.: Stefan Janke, verkehrspolitischer Sprecher
Mobil: 0160-4891350, eMail: stefan.janke‍(‌at‌)‍adfc-rodgau.de
Internet: www.adfc-rodgau.de

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