Das Fahrrad richtig anschließen!

Wie soll das Fahrrad beim Einkauf, bei der Einkehr oder auch vor Wohnblocks gesichert werden? Was sollte beachtet werden? Hier ein paar Tipps.

Wenn eine Abstellanlage mit der Möglichkeit des Anschließens des Fahrrades vorhanden ist, sollte sie genutzt werden. Aber auch Rohrpfosten von Verkehrszeichen und Baumschutzbügel können dafür genutzt werden, bei sehr großen Schlössern auch Laternenmasten. Allmählich rüsten nach Rewe-Center und Edeka in Rodgau nun auch weitere Nahversorger auf. Jetzt muss die Kundschaft nur noch verstehen, wie sie genutzt werden:

Bitte das Rad immer in die vorgesehehen Abstellanlagen stellen. Durch das Anschließen mit dem entsprechenden Schloss wird das Rad auch fixiert und kann nicht kippen. Am besten nicht nur den Rahmen sichern, sondern gleichsam das Vorderrad. Das Hinterrad sollte mit einem 2. Schloss an Rahmen und ggf. Bügel o.ä. gesichert werden. Die aufgestellten Bügel können immer von beiden Seiten genutzt werden -> 2 Fahrräder können je Bügel gesichert werden.

ADFC-Checkliste zur Diebstahlsicherung
1. Anschließen statt nur Abschließen:
Schließen Sie Rahmen sowie Vorder- und Hinterrad des Fahrrads an einen fest verankerten Fahrradständer oder Gegenstände an – auch wenn Sie es nur kurz alleine lassen. Das Objekt sollte hoch genug sein, damit man das Fahrrad nicht einfach mitsamt Schloss darüber heben kann. Voraussetzung ist natürlich ein sicheres Schloss. Da es bei Dieben in Mode gekommen ist, Fahrradbügel mit einem Rohrschneider zu knacken und Fahrrad samt Schloss mitzunehmen, achten Sie darauf, dass beim Anschließen an eine Abstellanlage Rahmen und ein Laufrad einbezogen werden, damit das Rad nicht geschoben werden kann. Manche Anlagen haben auch Ösen für Schlösser, die nicht mit einem Rohrschneider zerstört werden können.
2. Öffentlichkeit: Stellen Sie Ihr Fahrrad nicht an einsamen Plätzen oder nicht einzusehenden Straßen ab. Diebe wissen um die Vorteile unbeobachteter Plätze.
3. Geschlossene Räume: Zuhause steht das Rad am besten angeschlossen im eigenen Keller oder in speziellen, abschließbaren Fahrradboxen.
4. Abstellanlagen: Der ADFC testet verschiedene Abstellanlagen. Bei den mit dem Gütesiegel „ADFC-empfohlen“ ausgezeichneten Abstellanlagen lassen sich Vorderrad und Rahmen mit einem Schloss am Ständer sichern. Außerdem rollt das Rad nicht weg – auch nicht im beladenen Zustand.
5. Einzigartigkeit: Individuelle Merkmale machen das Fahrrad unverwechselbar und schützen vor Diebstahl – der Dieb wird es schlechter los und es fällt bei der Fahndung dann eher auf, vor allem, wenn es sehr auffällige Dinge sind.
6. Codierung: Nutzen Sie die Möglichkeit der Codierung, sofern diese in Ihrer Gemeinde, beziehungsweise Ihrem Wohnort angeboten wird (Der ADFC codiert natürlich in Rodgau und im Kreis Offenbach).
7. Fakten: Notieren Sie alle wesentlichen Informationen Ihres Fahrrads wie Rahmennummer, Fabrikat und besondere Merkmale in einem Fahrradpass (siehe auch Link zur App). Sie erhalten ihn bei Ihrem Fahrradhändler, der Polizei oder Ihrer Versicherung.
8. Unberechenbarkeit: Wer sein Fahrrad immer am gleichen Standort anschließt und es dort über Stunden stehen lässt, gibt Dieben nützliche Informationen, wann sie sich ungestört an ihre Beute heranmachen können. Öfter mal den Mast wechseln, beugt vor.
9. Verhässlichen statt Aufhübschen: wer sein Rad aufhübscht sollte es verkaufen - oder mit Diebstahl rechnen. Manche gehen daher den entgegen gesetzten Weg und machen das Fahrrad unattraktiv: nur die nötigsten Stellen pflegen (Kette, Bremsen, bewegliche Teile), rostige Drähte einpflegen, Riefen in teure Anbauteile machen, deren Funktion dadurch nicht beeinträchtigt wird, alte und versiffte Radtaschen am Fahrrad hängen lassen, etc. Darum sollte man sein Rad auch immer neben einem attraktiveren Modell parken, was eher geklaut werden wird ;-)
Understatement zahlt sich oft aus, auch wenn man sich dann anhören muss, dass die Fahrräder "unspektakulär" aussehen...Aber wer mit seinem Rad auffallen möchte, muss es sehr gut sichern.

Passend hierzu auch ein Flyer der Polizei:
https://www.polizei-beratung.de/fileadmin/Medien/025-FB-Raeder-richtig-sichern.pdf

Manchmal werden auch Möglichkeiten nicht erkannt, wie Stangen an der Wand, an der Lastenräder oder Gepanne, also Fahrzeuge mit deutlich mehr Länge, sicher angeschlossen werden können - natürlich ebenso "normale" Fahrräder.

Die von uns angebotene Fahrradcodierung ist ein weiterer Schutz, da der schnelle Weiterverkauf erschwert und die Rückführung gefundener Räder erleichtert wird. Hilfreich ist auch diese App der Polizei, in der Fotos und Daten der Fahrräder eingetragen werden können, um die Diebstahlanzeige einfacher zu gestalten und das Wiederauffinden des (codierten) Rades zu vereinfachen:
https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/diebstahl/diebstahl-von-zweiraedern/fahrradpass-app/

Zu Fahrradschlösser gibt es hier mehr Informationen:
https://www.adfc.de/artikel/fahrraddiebe-mit-schloessern-abschrecken
https://www.adfc.de/artikel/fahrradschloss-typen

Weiter wäre es gut, wenn auch vor Wohnhäusern und in Wohngebieten solche Sicherungsmüöglichkeiten gäbe - am besten noch als Fahrradboxen o.ä., damit auch die Sicherheit und auch der Versicherungsschutz über Nacht hergestellt werden kann. In der Bildergalerie sind ein paar Beispiele.

Der ADFC überprüft auch kostenpflichtig Fahrradabstellanlagen, ob sie die aktuelle DIN-Norm erfüllen:
https://www.adfc.de/artikel/adfc-empfohlene-abstellanlagen-gepruefte-modelle

Die Städte Rodgau und Obertshausen haben sich für den Bügel "Berlin" entschieden, um diesen sukzessive gegen die anderen Modelle zu tauschen und weitere Flächen damit auszustatten. Er hat eine weitere Querstrebe, so dass es noch mehr Möglichkeiten des Anschließens gibt. Zum StADTRADELN 2020 hat die Stadt Rodgau die neuen Bügel vor dem Rathaus eingeweiht und kurze Zeit später zu Beginn der Weiskircher Straße auch einen Pkw-Parkplatz mit 4 Bügeln umgewandelt zur Stellfläche für max. 8 Fahrräder, wobei die Außenparkplätze besonders für Lastenräder gedacht sind. Auch am Jugendhaus kann man sie nun bewundern. Leider geht es weder in Rodgau noch in Obertshausen nun damit weiter - wieder nur ein Strohfeuer...wie so oft. Es wäre schön, wenn es einen Plan für deren Verwendung inkl. einem Umsetzungszeitraum gäbe...Das gilt auch für die Untersuchung aus 2016 zu den Fahrradboxen an den S-Bahnstationen...auch hier tut sich leider nichts. Bereits 2018 wurde das Thema von uns mit der Offenbach-Post bearbeitet: https://www.op-online.de/region/rodgau/fahrradstaender-rodgau-sicher-praktisch-geschuetzt-10145995.html
Die Lage mit Fahrradständern rund ums Rathaus im Jügesheimer Altort wurde im Juni 2020 im Rundbrief beschrieben: https://www.adfc-rodgau.de/download.php?DL=doku5ed22b2826b4b
Schönheitsfehler bei den Bügeln vor dem Edeka in Rodgau: sie sind zu nah an der Hauswand, so dass man nur das Vorderrad anschließen kann. Das wurde an den Rathäusern Rodgau und Obertshausen besser gemacht. Dort kann man Vorder- und Hinterrad anschließen.


Bild

Bildergalerie

Bügel und richtige Nutzung Edeka

Bügel und richtige Nutzung Edeka

Copyright: Stefan Janke
Bügel und Planke für lange Fahräder bzw. mit Anhänger

Bügel und Planke für lange Fahräder bzw. mit Anhänger

Copyright: Stefan Janke
Bügel in Wohngebieten im öffentlichen Verkehrsraum

Bügel in Wohngebieten im öffentlichen Verkehrsraum

Copyright: Stefan Janke
Bügel vor Eingang zu Wohnhaus

Bügel vor Eingang zu Wohnhaus

Copyright: Stefan Janke
Abschließbare Abstellbox Rembrücken

Abschließbare Abstellbox Rembrücken

Copyright: Stefan Janke
Bügel am Rathaus

Bügel am Rathaus

Copyright: Stefan Janke
4 Bügel = 8 Fahrradstellplätze statt 1 Pkw-Parkplatz

4 Bügel = 8 Fahrradstellplätze statt 1 Pkw-Parkplatz

Copyright: Stefan Janke
Anlehnbügel Dudenhofen: ohne Schild fehlt den Leuten noch die Erkenntnis - Warum in Jügesheim mit und hier ohne?

Anlehnbügel Dudenhofen: ohne Schild fehlt den Leuten noch die Erkenntnis - Warum in Jügesheim mit und hier ohne?

Copyright: Stefan Janke

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