Rodauweg zwischen Opelstraße und K174 - Bericht von der Bürgerbeteiligung vor Ort

Die Stadt Rodgau ludt zur Bürgerbeteiligung beim Rodauweg zwischen Opelstraße und K174 - Leider musste der erste Termin am 30.03. sehr kurzfristig abgesagt werden; am 27. April wurde er nun erfolgreich nachgeholt.

Die Stadtplanung der Stadt Rodgau und das beauftragte Planungsbüro hatten am Rande des Bolzplatzes am Wiesenweg in Dudenhofen Stellwände und Sitzbänke aufgebaut, so dass sich wer wollte, anhand der aufgesteckten Pläne über dieses Projekt im Rahmen des Stadtumbaus Dudenhofen informieren konnte. Erläuternde Worte kamen dann später vom Planungsbüro und auf der Befahrung bzw. Begehung. Entgegen der Ankündigung wurde die Strecke sogar bis zum Anschluss an den Rodauweg an der Kettelerstraße in Jügesheim verlängert. Wegen der gerade laufenden Machbarkeitsstudie zum Radschnellweg FRM9 Seligenstadt- Flughafen wurde die Kreuzung mit der K174 außen vor gelassen.
So ging es vielmehr um die Strecke vom Beginn des Wiesenweges an der Opelstraße und dessen Ende an der Einhardstraße (westlich der Rodau) und dem parallel verlaufenden Weg östlich der Rodau, sowie weiter nörlich an der Nieuwpoorter Straße und östlich der Rodau durch den Lutherpark.
Der Weg östlich der Rodau soll künftig den Zufußgehenden vorbehalten bleiben, der Weg westlich der Rodau den Radfahrenden. Doch kann man das so einfach machen? Werden die Menschen sich daran halten (wollen)?. Der Weg östlich der Rodau zwischen Bleichstraße und Einhardstraße ist asphaltiert - aber in keinem guten Zustand. Er soll nun zu einem Weg mit einer wassergebundenen Decke werden. Aber macht das dort Sinn? Der Weg ist im Sommer jetzt schon "zugewachsen" - es ist hier zu befürchten, dass dann der Weg zu einem Trampelpfad werden wird (siehe Beispiele in der Galerie). Und noch dazu: die Stadt kann einfach keine guten Wege mit wassergebundener Decke! Meistens kein Gefälle und kein Abfluss, so dass sich leicht große Pfützen bilden. Und wenn die Wege dann weniger genutzt werden, wachsen sie zu....
Und westlich der Rodau: bislang ist dort rechtlich ein Feldweg. Und wenn wir uns an den Streit mit dem "Brötchenweg" in Hainhausen erinnern, wird hier wohl erst eine Umwidmung des Weges erfolgen müssen, um die Rechtsgrundlagen zu schaffen. Aber wäre das sinnvoll? Kann man dort nur Radverkehr zulassen? Eher nicht, denn die Anwohner werden ihre Grundstücke und Gärten auch zu Fuß verlassen und erreichen wollen, die Spaziergänger werden kaum auf ihre gewohnte "Runde" (hin auf der einen, zurück auf der anderen Seite der Rodau) verzichten und die Anlieger werden ihre Grundstücke weiter mit dem Auto erreichen wollen. Von daher kann sich eigentlich an der Beschilderung kaum etwas ändern. Nur könnte der Weg nun asphaliert werden in drei Meter Breite - analog zu bestehenden Geh- und Radwegen in Rodgau, auf dem land- und forstwirtschaftlicher Verkehr zugelassen ist, wie z.B. dem Bahnpfädchen an vielen Stellen.
Nördlich der Einhardstraße sollte eigentlich westlich der Rodau der bisherige Trampelpfad ausgebaut werden (ist nach dem Ausbau mangels Betretung fast vollständig wieder zugewachsen) - doch die erforderliche Breite ist nicht gegeben (was abzusehen war). Nun will man den Radverkehr via Einhardstraße auf den Weg an der Nieuwpoorter Straße leiten, um möglichst den Lutherpark den Zugfußgehenden zu überlassen. Dass das natürlich kaum angenommen werden wird, da der Lutherpark eine tolle Aufenthaltsqualität hat (alleine durch Gerüche, Vogelgezwitscher und das tolle Grün der Planzen ist es gleich eine ganz andere Welt - und ganz ohne Autos) und die Nieuwpoorter Straße zwischen Einhardstraße und Rodau überhaupt nicht (laut und öde und ohne Ziele; zudem ist der Weg auch schon lange nicht mehr zeitgemäß und am Kreisel problematisch), ist auch den Planern bewusst, so dass man an einem "Bypass" um den Spielplatz im Lutherpark arbeitet. Aber anstatt nun den bisherigen ruhigen Weg durch den Spielplatz (östlich des Sandkastens) dafür zu nehmen, könnte man auch einfach den Kleinkindbereich, der erst später dazu kam und wegen dem eigentlich erst die Probleme / Konflikte mit querenden Kindern auf dem Weg aufkamen, auf die andere Seite des Weges legen bzw. den Weg dazu verlegen.
Die Querung der Einhardstraße ist auch ein Kapitel für sich: da müssten eigentlich Bügel und Borde auf der Rodau-Brücke entfernt und die Fahrbahn in der Mittel aufgeplfastert werden, um den Kfz-Verkehr, der dort oft viel zu schnell unterwegs ist, zu entschleunigen und in der Mitte eventuell eine Art Querungshilfe zu schaffen, so dass man von beiden Seiten der Rodau gut zum Lutherpark kommen und dabei die Einhardstraße sicher queren kann. In der Bleichstraße ist die Situation nicht ganz so extrem, aber auch hier könnten Verbesserungen nicht schaden.
In Jügesheim sollen in der Mühlstraße an der Rodau dann die Parkflächen neu geordnet werden.
Man darf nun gespannt sein, was aus dem Projekt werden wird bzw. wie es dann umgesetzt werden wird.
Besorgte Anwohner fürchten um ihre Zufahrten am Wiesenweg, wie werden die Menschen auf dem schmaleren asphaltierten Weg zukünftig miteinander umgehen?
Thema waren für Bürger*innen auch die südliche Fortführung des Rodauweges ab Wiesenweg/Opelstraße bzw. Freiher-vom-Stein--Straße und natürlich DAS Ärgernis überhaupt (siehe Bild in der Galerie): die Rodauunterführung unter der L3116 - die von Radfahrenden und Zufußgehenden als Lückenschluss des Rodauweges genutzt wird, obwohl sie nur ein Hochwasserschutz für die Brücke ist, damit diese bei Hochwasser keinen Schaden nimmt. An den Radverkehr dachte man damals überhaupt nicht. Hier ist eine schnelle Lösung leider nicht in Sicht, da die Brücke Teil einer Landesstraße ist (Hessen Mobil).

Bildergalerie

Rodauweg - Einhardstraße und Beginn Lutherpark

Rodauweg - Einhardstraße und Beginn Lutherpark

Copyright: Stefan Janke
Querung der Einhardstraße vom Wiesenweg zum Lutherpark noch nicht optimal

Querung der Einhardstraße vom Wiesenweg zum Lutherpark noch nicht optimal

Copyright: Stefan Janke
Querung der Einhardstraße in Gegenrichtung: vom Lutherpark zum Wiesenweg

Querung der Einhardstraße in Gegenrichtung: vom Lutherpark zum Wiesenweg

Copyright: Stefan Janke
Rodauweg Ostseite - schon mit Asphalt starker Bewuchs. Wächst der Weg mit wassergebundener Decke dann zu?

Rodauweg Ostseite - schon mit Asphalt starker Bewuchs. Wächst der Weg mit wassergebundener Decke dann zu?

Copyright: Stefan Janke
Zugewachsener Rodauweg zwischen Nieuwpoorter Str. und Niederwiesenring

Zugewachsener Rodauweg zwischen Nieuwpoorter Str. und Niederwiesenring

Copyright: Stefan Janke
Rodauweg fast zugewachsen zwischen Wiesenstraße und Bachstraße

Rodauweg fast zugewachsen zwischen Wiesenstraße und Bachstraße

Copyright: Stefan Janke
Trotz Wunsch des damaligen Ortsbeirates: Vorfahrt hat man nur vor den aus dem Kreisverkehr ausbiegenden Fahrzeugen

Trotz Wunsch des damaligen Ortsbeirates: Vorfahrt hat man nur vor den aus dem Kreisverkehr ausbiegenden Fahrzeugen

Copyright: Stefan Janke
Rodauweg - inoffizieller Weg unter der L3116

Rodauweg - inoffizieller Weg unter der L3116

Copyright: Stefan Janke

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